
Tour 1 – raus ins Grüne
„Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…“ – für diese Tour auf jeden Fall einen Sarong, ein kleines Handtuch, ausreichend Trinkwasser, eure Kamera und feste Schuhe. Wir starten gen Süden Richtung Goa Gajah- der Elefantenhöhle. Mit dem Roller geht es durch den dichten Verkehr von Ubud, doch keine Angst das klingt alles stressiger als es in Wirklichkeit ist. Angekommen auf einem sehr großen Parkplatz sucht ihr euch am besten einen schattigen Stellplatz. Lasst euch nicht von den Verkäufern heranwinken, der Parkplatz ist kostenfrei !!! Am Eingang bezahlt man seine Tickets und wird gebeten einen Sarong umzulegen. Habt ihr keinen zur Hand könnt ihr dort auch einen leihen und die Ansässigen sind euch auch beim umlegen behilflich. Da die Elephant Cave zu einer DER Touristenattraktionen in und um Ubud zählt reihen sich natürlich auch hier zahlreiche Verkaufsstände aneinander. Ab und an trefft ihr auch ältere Herren mit Riesenpythons an, welche gegen einen Obolus gern in die Kamera lächeln.
Nach einigen Stufen bergab könnt ihr bereits einen ersten Blick auf die Höhle werfen. In der Tat sieht diese auf sämtlichen Bildmaterial größer aus, als sie wirklich ist. Durch den dämonischen Mund gelangt man ins Innere mit 2 kleinen Schreinen…Die äußere Form der Höhle soll hier einem Elefanten nachempfunden sein, wobei es keinen historischen Zusammenhang gibt, da Elefanten auf Bali nie heimisch waren (abgesehen von denen die als Touristenattraktionen dienen).







Weiter gehts zum nächsten Spot. Ihr bleibt auf der Route nördlich aus dem Zentrum von Ubud heraus um zu den Königsgräbern -Gunung Kawi- zu gelangen. Roller abgestellt und wie immer an einigen Verkaufsständen vorbei, geht es mehrere Stufen hinab. Unten angekommen erwarten euch die Königsgräber links und rechts, eingebettet in eine fast schon leuchtend grüne Umgebung…sucht euch ein entspanntes Plätzchen und genießt die Stille !!!
Auf dem Weg zu den Königsgräbern kommt ihr übrigens an den Tegelalang-Reisterassen vorbei…für uns hat sich das Absteigen vom Roller nicht gelohnt. Der Ausblick ist wirklich schön, wird jedoch von unzähligen Souvenirhändlern und Busgruppen leicht getrübt. Hier in Tegelalang gibt es zwar mit die berühmtesten Reisterassen Balis, jedoch könnt ihr auf der ganzen Insel sattgrüne Reisfelder bestaunen. Biegt einfach öfter mal links und rechts vom Weg ab und beobachtet die Reisbauern bei der Arbeit.





…bleibt noch Zeit dann schwingt euch erneut auf den Roller und fahrt noch eine kleine Ecke weiter zu den heiligen Quellen Pura Tirta Empul. Parken könnt ihr zwischen einer Vielzahl an Pomelobäumen. Kurz einen Obulus Eintritt bezahlt geht es schon rauf aufs Gelände. Insofern man möchte, kann man hier ein Bad in den heiligen Quellen nehmen und beten. Umkleiden stehen ebenso zur Verfügung wie Spinde für das persönliche Hab und Gut während des badens.

Tour 2 – Party, Models und Wasser
…was für ein Tourentitel. Sucht euch für die Tour am besten einen besonders heißen Tag aus. ES WIRD NASS! Pack Wechselsachen, Bikini, Handtücher und Wasserflaschen in euren Rucksack und auf gehts. Für die Tour empfehlen wir euch auf jeden Fall festes Schuhwerk und eventuell Latschen zum Wechseln. Ausgangspunkt ist auch hier wieder Ubud. Wir starten Richtung Süden, verlassen das Hauptgetümmel und kommen nach kurzer Zeit am Tegenungan Wasserfall an. Etwas versteckt in einer Seitenstraße befindet sich die Zufahrt mit Parkmöglichkeiten. Gegen eine kleine Gebühr könnt ihr euren Roller dort stehen lassen ohne dass ihr euch Gedanken machen müsst. den ein oder anderen Plausch mit einem Einheimischen gibt es ganz gratis dazu ;). Wie an jeder größeren Touristenattraktion findet ihr auch hier zahlreiche Souvenirshops, Restaurants und Straßenhändler am Eingang. Unbeirrt dessen haben wir Eintritt bezahlt und uns durch die Menschenmassen geschlängelt. Um ehrlich zu sein war es schwer ein „idyllisches“ Foto vom Wasserfall zu machen.

…wie ihr vielleicht auf dem Bild erkennen könnt tummeln sich hier unzählige Menschen, alle mit dem gleichen Wunsch DAS BILD von sich unterm Wasserfall zu machen. Wir machten kurz Stop an einer Aussichtsbuchte um uns einen Überblick zu verschaffen und auch das Foto von oben zu schießen. Unten angekommen wurden wir von großen Musikboxen und dröhnenden Bässen empfangen. Wer ein Foto von sich am Wasserfall möchte kann sich in die schier endlose Schlange an Menschen einreihen und sich gegen Gebühr von einem einheimischen mit dem eigenen Handy „in Pose“ setzen lassen. Auf der anderen Flussseite gab es riesige Schaukeln, ebenfalls laute Musik und allerlei Händler mit Souvenirs und KrimsKrams. Wir entschieden uns diesen Ort relativ zügig zu verlassen. FAZIT: ein wunderschöner und sehr eindrucksvoller Wasserfall und ein tolles Terrain welches viel zu sehr kommerzialisiert ist und aus unserer Sicht weder was mit Natur noch mit einem lohnenswerten Ausflugsziel zu tun hat, Schade !
Weiter gehts Richtung Westen. Nur einen Katzensprung von 10km entfernt liegt der Kanto Lampo Wasserfall. Mit großen Hoffnungen auf weniger Musik und mehr Natur war dies unser nächstes Ziel. Angekommen auf einem großen Sandparkplatz stellten wir unsere Roller (ganz ohne Gebühr) ab und folgten der Beschilderung. Auf dem Parkplatz gibt es lediglich einen Kiosk mit gekühlten Getränken und kleinen Snacks und keine Unzahl an Souvenirhändlern. Durchs Grün spaziert man hier Richtung Wasserfall und kann das Rauschen langsam näher kommen hören.




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Direkt vor dem Wasserfall erwartet euch ein kleines Holzregal indem ihr eure Schuhe abstellen könnt und euch Einheimische Jungs gegen eine kleine Gebühr eine „Führung“ anbieten. Wir sind auf eigene Faust den etwas matschigen Weg zum Wasserfall, denn immerhin sind es nur ein paar Schritte und die Chance sich zu verlaufen mehr als gering ist. Der Kanto Lampo ist um einiges kleiner als der Tegenungan Wasserfall aber durchaus reizvoll. Das Problem mit DEM PERFEKTEN BILD gibt es auch hier. Heißt im Klartext: am unteren Ende des Wasserfalls Männer mit Kameras und Handys und inmitten des Wasserfalls wenig bekleidete Damen auf der Suche nach der perfekten Modelpose. Wir schauten uns das Schauspiel ein paar Minuten an und entschlossen uns dann die Umgebung etwas zu erkunden. Biegt man nicht rechts Richtung Wasserfall ab, sondern nimmt den linken Abzweig ist man umgeben von sattem grün und kann die Stille der Natur genießen. Wir gönnten uns eine kleine Pause im Schatten bevor es weiter ging.
Für uns ging es an diesem Tag zurück ins Zentrum von Ubud. Last Stop: traditional market Ubud. Wir parkten in einer Seitenstraße am Saraswati Tempel. Von hier aus habt ihr einen idealen Ausgangspunkt euch ins Markttreiben zu stürzen. Eins sei vielleicht vorab gesagt: macht euch Gedanken was ihr kaufen wollt und zu welchem (realistischen) Preis, sonst kann euch der Markt mit seinem Überangebot ganz schön überfordern. Neben vielen bunten Souvenirs könnt ihr hier auch Schmuck, Taschen und die ein oder andere Klamotte kaufen. Wir haben lediglich das bunte Treiben genossen, uns einen Kaffee gegönnt und sind im Anschluss wieder erschöpft Richtung Roller. ACHTUNG: während unserer Baliaufenthalte waren wir schon mehrfach auf dem Markt. Sollten Regenwolken am Himmel aufziehen und ihr zur Monsunzeit auf Bali sein, sucht euch auf jeden Fall einen sicheren Platz denn die Seitenstraßen sind bei Platzregen schnell überflutet und die Händler damit beschäftigt ihr Hab und Gut ins trockene zu bringen. Kaum fällt der erste Regentropfen stellen die Straßenhändler übrigens ihr „Angebot“ auf Regencapes um. Ihr geht auf Nummer sicher wenn ihr einfach immer eins im Rucksack dabei habt.
Tour 3 – tierische Erlebnisse
Wer mich kennt, weiß, das ein Urlaub ohne tierische Erlebnisse nicht drin ist 😉 Und wer sich vor seiner Reise etwas mit Bali beschäftigt wird über kurz oder lang auf Bilder stoßen auf denen Affen auf den Schultern von Touristen sitzen. Auf Bali habt ihr mehrere Möglichkeiten den heimischen Makaken relativ nah zu kommen. Da unser Ausgangspunkt für die Touren in Zentralbali Ubud ist, liegt es nahe den Affenwald direkt vor Ort zu besuchen um mal zu schauen ob die Äffchen wirklich so frech sind wie beschrieben wird. Mein Tip: packt auf jeden Fall alle losen Sachen in verschließbare Taschen, egal ob Sonnenbrille, lange Ohrringe, Caps oder Tücher.





Die Anlage ist wirklich sehr schön mit alten hohen Bäumen übersät mit Lianen und bemoosten Steinstatuen, jedoch kann ich den Affenwald in Ubud nicht uneingeschränkt empfehlen. Viele Tiere werden von den einheimischen Guides angefüttert und wie Zirkustiere vorgeführt. Lediglich beim genaueren hinsehen kann man in der ein oder anderen hinteren Ecke Affen mit natürlichen Verhaltensweisen entdecken. Wir entschieden uns mit dem Roller in den 17 km entfernten Sangeh Monkey Forest zu fahren, da wir im Vorfeld gehört haben, dass dieser weniger touristisch sei. Angekommen erwartete uns ein Menschen- und Autoleerer Parkplatz neben einem malerischen Wald. Parkt eure Roller am besten an einem schattigen Plätzchen und gebt dem Parkplatzwächter einen kleinen Obolus, damit er ein Auge auf euer Gefährt hat.

Empfangen werdet ihr hier nicht etwa von einer Horde hungriger Affen sondern dieser imposanten Statue. Alles hier wirkt sehr ruhig und friedlich. Die Geräusche der Affen sind zwar hoch oben in den Bäumen vernehmbar aber noch zeigt sich keiner 😉
Spaziert ganz in Ruhe und mit Bedacht durch diese tolle Anlage und genießt die Ruhe. Wir trafen noch ein balinesisches Brautpaar auf der Suche nach dem perfekten Hochzeitsfoto.
Die Bewohner des Sangeh-Affenwaldes sind um einiges „wilder“ als ihre Artgenossen in Ubud. Also ist Vorsicht geboten. Nähert euch mit Ruhe und Bedacht und behaltet dabei stets eure Umgebung im Auge. Auf dem Gelände des Affenwaldes selbst, begegnet ihr auch dem ein oder anderen Ranger/Guide der euch, wenn nötig, zu Hilfe eilt…
Unser Fazit: Der Sangeh-Affenwald liegt unserer Meinung nach auf jeden Fall weit vor dem Monkey-Forrest in Ubud. Rein landschaftlich haben beide reizvolle Ecken, jedoch hat uns die Ruhe und Untouristische Atmosphäre in Sangeh mehr abgeholt.
Tour 4 – durch die Berge an den See
Wenn ihr diese Tour nicht direkt nach eurer Ankunft auf der Insel der Götter macht, wird euch aufgefallen sein, das Hinduismus und Religion an sich eine wichtige Rolle auf Bali einnehmen. Also führt euch diese Tour zum ca 35km entfernten Pura Ulun Danu Bratan-oder auch Tempel im See. Packt euch wie immer einen Sarong ein und vor allem Regensachen und auch einen Pulli denn die Straße führt durchs Hochland und hier kann es schonmal kühl werden.
Da der Tempel an einem Vulkansee liegt, gilt das Wasser als heilig und ist dr öttin Shiva geweiht. Neben vielen hinduistischen Statuen gibt es hier jedoch auch das ein oder andere Relikt aus dem Buddhismus zu finden.
Den Parkplatz könnt ihr nicht verfehlen. Zahlt wie immer den kleinen Obulus als Parkgebühr, schnappt euch eure Sachen und los gehts Richtung Eingang.



Der Eintritt liegt mit aktuell 5€ eher im oberen Bereich, jedoch zählt dieser Tempel auch mit zu den Hauptattraktionen Balis. Genau aus diesem Grund werdet ihr warscheinlich auch nicht allein sein, sondern euch den Ausblick auf den Vulkansee noch mit vielen Einheimischen und Touristen teilen. Dennoch für uns ein lohnender Ausflug, allein schon wegen dem kurvigen Hin- und Rückweg… TIP: stoppt doch auf eurem Weg mal am Straßenrand. Von hier aus habt ihr einen tollen Überblick über den See und könnt kurz Inne halten.
unterschätzt bei dieser Tour auf keinen Fall die Entfernungen. Der Weg zum See (und natürlich auch wieder zurück) ist geprägt von sehr vielen kurvigen Abschnitten die ein schnelles Vorankommen erschweren…deswegen hat diese Tour auch nur einen Programmpunkt 😉