
Tour 1 – ab in den Norden
Wir starten im beschaulichen Fischerdorf Pekutatan, welcher für uns auf Grund unserer Unterkunft oft zum Ausgangspunkt wurde. Ein erster Tipp ist der Bunut Bolong. Von Pekutatan aus schnappt ihr euch am Besten einen Roller und ab gehts ins Getümmel. Natürlich stellt sich die Frage, warum gerade dahin zuerst. Ganz klar: Ihr habt ruhige Straßen, um euch an den Linksverkehr zu gewöhnen und ausreichend Zeit auch mal nach links und rechts zu schauen, ohne jede Sekunde auf den Verkehr achten zu müssen.

Hinauf geht es viele steile Serpentinen, vorbei an Kokosnussplantagen, streunenden Hunden und Schlaglöchern. Nehmt euch auf dem Weg nach oben ruhig die Zeit für einen Zwischenstopp, um aufs Meer zu schauen, es lohnt sich.
Der Bunut Bolong ist im Hinduismus als heiliger Baum angesehen und lohnt sich als Zwischenstopp unserer Meinung definitiv. Unser Tipp: Wenn ihr euch eh in den Norden in die Berge aufmacht, führt die Straße direkt durch den Bunut Bolong und ist ein idealer Rastplatz, um die Aussicht zu genießen. Unsere Tour geht weiter in die Berge Richtung heiße Quellen. Next Stopp : Air Panas Banjar.




Angekommen an den heißen Quellen heißt es erstmal verschnaufen und genießen, nicht mehr zu sitzen 😉 Direkt vor der Anlage befindet sich auch ein Parkplatz den man gegen eine geringe Gebühr nutzen darf. Wie durch eine Art Schleuse von fliegenden Händlern gelangt man nach kurzem Fußmarsch zu den heißen Quellen. Umkleiden und Schließfächer befinden sich direkt auf der Anlage für alle, die sich „erfrischen“ wollen. Für uns tat es die Erfrischung in Form einer Cola während, wir an einem schattigen Plätzchen die Athmosphäre genossen. So genug rumgesessen, weiter gehts…
Von den Hotsprings sind es nur kurze 3,2km bis zum Brahmavihara-Arama. Der offizielle Parkplatz liegt einen kurzen Fußmarsch entfernt auf der linken Seite, ihr könnt jedoch weiter fahren und mit dem Scooter direkt vor dem Tempel parken, ohne Gebühr. Sarong umgebunden und ab gehts. Das Gelände ist relativ steil und über mehrere Treppen zu erklimmen. Euch erwarten mehrere kleine Fresken an den Wänden, eine Art Turm mit einem Schrein und letztendlich der eigentliche Tempelkomplex mit einer freien Fläche davor, welche für Gebete genutzt wird. In der Tat sieht das Ganze auf dem Foto größer aus, als es ist aber die Chance, dass ihr fast allein auf der Anlage seid und die Stille genießen könnt, macht den Ausflug schon lohnenswert.
UNSER TIPP: Stopt auf dem Rückweg, wenn es nicht schon zu spät ist, am Juwuk Manis Wasserfall…1000 lohnenswerte Stufen geht es hinab (und später wieder nach oben 😉 ) und euch erwartet ein einsamer Wasserfall mit toller Atmosphäre

Vollgepackt mit vielen Eindrücken geht es langsam zurück in die Unterkunft. Vielleicht mit einer frischen Kokosnuss im Gepäck – die könnt ihr an jeder Straßenecke von den örtlichen Farmern kaufen.
Tour 2 – grüne Klippen und blaue Wellen
Den Sarong im Gepäck geht es los Richtung Rambut Siwi ca 12 km von Pekutatan entfernt.Entlang der Reisfelder geht es Richtung Parkplatz mit ein paar Einkaufsmöglichkeiten.

Der Weg hinauf scheint etwas erschwerlich, ist jedoch äußerst lohnenswert. Durch eine kleine Spende wird Zutritt gewährt und ein ortsansässiger Balinese begleitet alle Interessierten auf ihrem Rundgang. Der Tempel liegt direkt an den Klippen und umfasst mehrere Einzeltempel. Der mittlere Teil ist ausschließlich Gläubigen zum Gebet vorenthalten. Mit etwas Glück kann man eine Zeremonie durch das halboffene Tor beobachten und ein paar Gänsehaut-Momente einfangen. Foto und Videoaufnahmen sind dabei nicht unbedingt angemessen. Genießt den Moment !!! Weiter geht es über eine steile Treppe an den Strand mit einem Tempel in eine Art Höhle oder Fels eingeschlagen. FAZIT: Ein toller Tempel abseits des Touristenstroms ,der sich hauptsächlich in Tannah Lot versammelt und gleichzeitig bietet der obere Teil einen tollen Aussichtspunkt über die Westküste.




music by Ikson: https://soundcloud.com/ikson
Weiter geht es zu einer wohl eher unbeachteten Attraktion im Westen, zusammengesetzt lediglich aus heimischem Bambus. Die Green Cliffs verstecken sich am Ende einer kurvigen sehr ländlichen Straße. Es geht gefühlt 1km über die Klippen von Westbali. Den Dschungel und abertausende Frangipaniblüten unter den Füßen, fällt es vorerst schwer, Vertrauen zu fassen und die Aussicht zu genießen, doch es lohnt sich…seht selbst…



Entlang der Denpasar-Road geht es zwischen den schnaufenden LKWs zurück.
LAST STOP: MEDEWI …die Einfahrt zum Surferspot findet ihr aus Richtung Negara gleich rechts ausgeschildert. An der Straße zum Strand reihen sich unzählige Hotels und Homestays mit zahlreichen Angeboten zum Surfen. Schnell den Roller abgestellt und eine kalte Cola geschnappt, geht es ab zum Beobachten der Surfer. Am Rand reiht sich oft eine Community aus Fans, Surfern und Filmcrews, um die optimale Welle nicht zu verpassen. Ideal beobachten könnt ihr das Ganze auch von der Bombora Medewi Wave Lodge die ein tolles Restaurant beinhaltet. Hier zahlt ihr zwar etwas mehr, als den ortsüblichen Standard, bekommt jedoch tolle Cocktails, leckere Pizzen, Indonesian-Food und einen tollen Ausblick…Was braucht man mehr, um den Tag zu beenden.
Tour 3 – ein Katzensprung nach Java
Für die etwas geübteren Fahrer geht es in den äußersten Westzipfel der Insel, Richtung Gilimanuk. Von da aus startet auch die Fähre nach Java, die Einheimische und Touristen ebenso nutzen, wie die oft mehr als überladenen LKWs. Ein Tuch oder Mundschutz ist für diese Tour auf jeden Fall ratsam, genauso wie lange Sachen, um nicht den kompletten Ruß auf der Haut zu haben. Vorbei an Medewi und Rambut Siwi geht es ca 30km Richtung Negara, der Hauptstadt der Provinz. Gönnt euch einen kurzen Stopp und schlendert über den Markt, der sich zwischen zahlreichen Gebäuden im Inneren versteckt. Mit Sicherheit werdet ihr viele neugierige Blicke und das ein oder andere „HEY Madam, HEY Mister“ ernten, da Touristen hier nicht oft gesehen werden. Habt ihr bereits Freundschaften geschlossen, ist es super mit einem Einheimischen über den Markt zu gehen, der euch viele Sachen erklären kann und wenn nötig beim Übersetzen hilft.
Weiter geht es Richtung Nationalpark, welcher den Balistar und viele andere Tierarten beheimatet. Kurz am Infocenter angehalten, um uns einen Überblick zu verschaffen. Von hier aus können verschiedene Touren mit den ansässigen Rangers gebucht werden. Plant hierfür Zeit ein, wenn eine Wanderung durch den Nationalpark auf eurer Bucket-List steht.
Ein Abstecher zur Fähre lohnt sich nicht, jedoch die Strecke weiter Richtung Singaraja…Gesäumt von vielen satt grünen Bäumen geht es vorbei an zahlreichen Affenfamilien, die direkt am Straßenrand warten oder über die Oberleitungen turnen. Ein lohnenswerter Zwischenstopp ist Labuan Lalang. Von hier aus gibt es die Möglichkeit mit der Fähre nach Menjangan überzusetzen. Die Insel ist Naturschutzgebiet und Heimat vieler bedrohter Tiere. Weniger bedroht, dafür umso frecher, sind die Äffchen die sich auf dem Parkplatz tummeln 😉

Zurück geht es wieder durch den Bunut Bolong und ihr werdet glücklich sein, vom Roller runterzukommen. Die Touren in den Nord-Westen sind nicht nur viele Kilometer, sondern auch ein Abstecher ins ursprüngliche Bali mit traditionellen Fischerdörfern, handbemalten Booten am Strand und winkenden Kindern am Straßenrand…einfach da wo die Welt noch ein bisschen mehr in Ordnung ist.




